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2.7 Ausflüge/Klassenfahrten/Schullandheim

Leider werden viele Kinder mit Epilepsien aus Furcht vor Anfällen von Unterrichtsgängen, Ausflügen oder Klassenfahrten prinzipiell und grundlos ausgeschlossen. Wenn Kinder und Jugendliche sich an gewisse Regeln halten, ist davon auszugehen, dass im Schullandheim nicht mehr Anfälle auftreten als im normalen Alltag.

Der soziale Aspekt dieser Veranstaltungen und die Erfahrungen in der Gruppe sind weitaus höher zu bewerten als ein geringfügig erhöhtes Anfallsrisiko.

Bei jüngeren Kindern kann eventuell die Begleitung durch ein Elternteil oder einen Integrationshelfer sinnvoll sein. Solche Unternehmungen bedürfen einer guten Vorbereitung und einer detaillierten Absprache zwischen Betroffenen, Eltern und Lehrkräften.

Besonders bei jugendlichen Schülerinnen und Schülern sind mehrtägige Klassenfahrten fast zwangsläufig mit Schlafdefizit, mitunter auch mit Alkoholkonsum verbunden. Deshalb ist es wichtig, auch dem betroffenen Jugendlichen deutlich zu machen, notwendige Verhaltensregeln zu beachten und sich gemeinsam mit den Mitschülern an Absprachen zu halten und Verantwortung zu übernehmen.

Wichtig sind:

Normalerweise ist es nur im Notfall sinnvoll, einen Arzt vor Ort aufzusuchen, z. B., wenn der Anfall nicht zum Stillstand kommt oder der Verdacht auf eine akute andere Erkrankung besteht.