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3.3 Beratungsstellen

Der Umgang mit Epilepsien erfordert ein sehr spezialisiertes Fachwissen. Oft können die Beteiligten auch bei Einschaltung aller üblichen Beratungsdienste keine befriedigende Lösung finden, weil den zuständigen Beratungslehrern und Schulpsychologen die notwendige Fachkenntnis fehlt, den Ärzten die notwendige Zeit.

In einigen Bundesländern - Baden-Württemberg, Bayern (flächendeckend), Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen - wurden deshalb spezielle Epilepsie-Beratungsstellen geschaffen. Diese bieten - anonym, vertraulich (Schweigepflicht!), kostenlos, ganzheitlich und unabhängig - Beratung, Information, Begleitung und Unterstützung für Betroffene, Angehörige, Freunde, Lehrer, Therapeuten, Erzieher, Betreuer etc., d. h. für alle, die persönlich oder familiär von Epilepsie betroffen sind und/oder beruflich damit zu tun haben.

Ob Kindergarten und Schule, Ausbildung und Beruf, Führerschein und Mobilität, Familie und Partnerschaft, Wohnen, Freizeit und Sport, sozialrechtliche Probleme, finanzielle Hilfen etc. - zu allen Fragen, die im Zusammenhang mit Epilepsie auftreten, kann die Epilepsieberatung kontaktiert werden.

Die Beratungsstelle kooperiert mit niedergelassenen Ärzten, insbesondere mit Kinderärzten, Neurologen und den klinischen Einrichtungen des Einzugsbereichs, aber auch landesweit. Sie bezieht alle Berufsgruppen in ihre Zusammenarbeit ein, die epilepsiekranke Menschen und deren Familien betreuen.

Insbesondere arbeitet sie mit Kindergärten, Frühförderstellen, Schulen und pädagogischen Beratungsdiensten, Ausbildungsstellen und Arbeitgebern, mit Ämtern und den sozialen Diensten zusammen.

Für die Schulen bedeutet das im Einzelnen:

Die Adressen der Epilepsie-Beratungsstellen können telefonisch beim e.b.e. epilepsie bundes-elternverband e.v. erfragt oder im Internet unter www.epilepsie-elternverband.de bzw. www.epikurier.de eingesehen werden. Sollte es keine Beratungsstelle in Ihrer Nähe geben, ist es möglich, sich auch an die Bundes- und Landesverbände der Selbsthilfe zu wenden.