☰ Menü

8.9 Fachliteratur (auch für Laien):

Fachliteratur (alphabetisch geordnet nach Autoren)

Mein Kind hat Epilepsie: Aufklärung und Hilfe für Eltern

Brandl, U.; Albrecht, K. - Hugendubel Verlag

Inhalt:

In seinem Buch vermittelt der erfahrene Kinderepileptologe einfach und prägnant nicht nur was Epilepsien sind und wie sie behandelt werden. Er gibt auch Entscheidungshilfen bei alltäglichen Fragestellungen: Darf mein Kind fernsehen, Computer spielen und Sport treiben? Kindergarten- und Schulprobleme, Impfungen, Empfängnisverhütung, Führerschein, lange Nächte, das sind alles Themen, die für Eltern im Laufe der Entwicklung ihrer Kinder wichtig werden und die der Autor in seinem Buch aufgreift.

Bemerkung:

Kurze Merksätze am Seitenrand wie z. B. "Bei Herdanfällen ist nur ein Teil des Gehirns betroffen", "Dokumentieren Sie die Anfälle genau" erleichtern das Auffinden entsprechender Textstellen. Der Text ist unkompliziert geschrieben und übersichtlich gestaltet, so dass das Buch sich für vor allem für "Neueinsteiger" eignet.

Epilepsie von A - Z: Medizinische Fachwörter verstehen

Krämer, G. - Trias Verlag

Inhalt:

Rund 1.000 medizinische Stichworte aus dem Bereich der Epilepsie sind in diesem Buch knapp und leicht verständlich erklärt. Nach einer kurzen Einführung, die die Frage "Was sind epileptische Anfälle und Epilepsieformen" sowie einen Überblick über die Medikamente zur Epilepsiebehandlung und die verschiedenen Informationsmöglichkeiten zum Inhalt hat, folgt auf über 150 Seiten das Fremd- und Fachwörter-ABC.

Bemerkung:

Dieses Buch gehört sicherlich in jeden Bücherschrank. Ein für den Patienten und seine Angehörigen sowie Interessierten praktisches Lexikon. Zum besseren Verständnis von Beipackzettel und Arztberichten eine wichtige Unterstützung.

Epilepsie: Antworten auf die häufigsten Fragen. Hilfreiche Informationen für Betroffene und Angehörige

Krämer, G. - Trias Verlag

Inhalt:

Das Buch ist im übersichtlichen Frage-Antwort-Stil strukturiert. Herr Krämer hat die häufigsten Fragen aus seinem Alltag mit epilepsiekranken Patienten gesammelt. Die gestellten Fragen werden ausführlich beantwortet. Behandelt werden folgende Themen:

Grundlagen der Epilepsie, Anfalls- und Epilepsieformen, mögliche Ursachen einer Epilepsie, anfallsauslösende Faktoren, die Folgen von Anfällen, Diagnostik, Behandlung und Verlauf, Nebenwirkungen von Medikamenten, Soziales wie Schule, Beruf, Schwerbehinderung, Führerscheinregelung und vieles mehr.

Bemerkung:

Ein sehr hilfreiches Buch für den selbstbetroffenen Patienten und für Angehörige, im Besonderen nach der Erstdiagnose.

Das große TRIAS-Handbuch Epilepsie

Krämer, G. - Trias Verlag

Inhalt:

Der Autor dieses Buches ist medizinischer Direktor der Schweizerischen Epilepsie-Klinik in Zürich und zudem ein international renommierter Experte in Sachen Epilepsie.

Bemerkung:

Begriffe und Zusammenhänge werden klar und machen den Leser, ob Patient oder Angehöriger, zum kompetenten Gesprächspartner des Arztes. Hier werden alle Fragen beantwortet, die sich bei Diagnose und Behandlung von Epilepsien stellen. Es ist ein wichtiges Buch für jeden "Neuen", der in irgendeiner Art betroffen ist, aber auch für die "Routinierten" unter uns.

Epilepsie: Ein illustriertes Wörterbuch für Kinder und Jugendliche

Krämer G. - Hippocampus Verlag

Inhalt:

Das Buch ist alphabetisch aufgebaut, so dass jedes Kind sich ganz leicht zurechtfinden kann. Egal ob es um die verschiedenen Anfallarten geht, um Medikamente und ihre Wirkung, Möglichkeiten der Diagnostik, berühmte Menschen, die an Epilepsie erkrankt sind, schwimmen, Rad fahren, Erste Hilfe und vieles mehr...

Alle Begriffe sind sehr gut und ausführlich erklärt, Querhinweise motivieren zur weiteren Lektüre. Durch die zahlreichen, meist farbigen Abbildungen ist es für den Leser sicherlich zu dem ein Vergnügen, dieses Buch einfach nur durch zu blättern, und bei dem einen oder anderen Stichwort genauer nach zu lesen.

Bemerkung:

Dieses Buch ist nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Eltern und Pädagogen empfehlenswert, und für alle, die junge Menschen über Epilepsie aufklären möchten.

Epilepsien. Diagnostik und Therapie für Klinik und Praxis

Matthes, A.; Schneble, H. - Thieme Verlag

Inhalt:

In insgesamt 10 Kapiteln informieren die Autoren ausführlich und in systematisch gegliederter Darstellungsweise (78 Abbildungen, 131 Einzeldarstellungen und 44 Tabellen) über Klassifikation, Anfalls- und Epilepsieformen, Diagnose, Therapie, psychische Veränderungen bei Epilepsie, Prognose, und über sozialmedizinische Aspekte.

Bemerkung:

Dieser Klassiker unter den Epilepsiefachbüchern ist für den fortgeschrittenen Leser geeignet, vor allen Dingen aber für den Arzt in Klinik und Praxis. Beim Lesen spürt man die Erfahrung der Verfasser, die sie im Laufe ihrer langjährigen Tätigkeit im Epilepsiezentrum Kehl-Kork erworben haben.

Antiepileptika verstehen: Ein Wegweiser durch den Medikamenten-Dschungel

Pohlmann-Eden, B.; Steinhoff, B.; - Trias Verlag

Inhalt:

Dieses Buch für Patienten, ihre Angehörigen und die behandelnden Ärzte gibt klare Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den eingesetzten Medikamenten gegen Epilepsie. Wie wirkt die Substanz? Welche Dosierung ist richtig? Bei welchen Epilepsieformen wird welche Substanz eingesetzt? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Was muss in speziellen Situationen (z.B. Schwangerschaft, Stillen) beachtet werden?

Bemerkung:

Der Leser erhält in diesem Ratgeber leicht verständliche Hinweise zum praktischen Umgang mit Antiepileptika. Damit dient dieses Buch als Informationsquelle, so dass man nicht allein auf den Beipackzettel angewiesen ist.

Wie geht es weiter?: Jugendliche mit einer Behinderung werden erwachsen

Pollmächer, A.; Holthaus, H.; - Reinhardt Verlag

Inhalt:

Was ist wenn die Schulzeit endet? Welche Möglichkeiten gibt es für mein Kind? Gibt es Berufsvorbereitende Maßnahmen? Hat mein Kind auf dem regulären Arbeitsmarkt eine Chance? Wo gibt es Arbeitsplätze? Wer kann mich beraten? Welche Hilfen der Finanzierung gibt es? Welche Werkstätten für behinderte Menschen kommen für meinen Sohn/meine Tochter in Frage? Welche Leistungen bekommt mein Kind, wenn es weiterhin im Elternhaus wohnen bleibt? Welche Wohnformen gibt es für Menschen mit Behinderung? Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Auszug aus dem Elternhaus? Welche Kosten kommen auf uns Eltern zu? Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen? Wer bezieht Kindergeld und Pflegegeld? Wie kann ich mein Kind über unseren Tod hinaus absichern? Braucht mein Kind eine gesetzliche Betreuung? Wie gehe ich mit dem Wunsch meines Kindes nach Partnerschaft, Sexualität, Ehe und Kinderwunsch um?

Der Ratgeber erörtert diese und weitere Fragen kompetent und verständlich. Er begleitet im Prozess des Loslassens und gibt hilfreiche Tipps und Informationen. Viele Beispiele aus dem Alltag machen Mut zum Loslassen.

Bemerkung:

Dieses Buch hilft allen Beteiligten, seien es die Eltern, Pädagogen oder Berater der unterschiedlichen Institutionen, die Zukunft für die jungen Menschen mit Behinderung zu gestalten.

Epilepsie. Vom Anfall bis zur Zusammenarbeit

Ried, S.; Schüler, G. - Blackwell Verlag (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon)

Inhalt:

Dieses Buch ist in einen medizinischen Teil (Ried) und in einen sozialmedizinischen Teil (Schüler) gegliedert. Im medizinischen Teil findet der Leser ausführliche Informationen über Grundlagen, Diagnose und Behandlung der Epilepsie, besonders zu Medikamenten und ihren Nebenwirkungen.

Im Abschnitt "Soziale Aspekte" geht es um Schule, Ausbildung, Arbeitswelt, Führerschein. Um dem Leser in der Vielzahl der Informationen die Orientierung zu erleichtern, finden sich am Seitenrand Marginalien und am Ende eines jeden Abschnitts Merkkästchen, in denen die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind. Ein ausführliches Glossar mit einer Adressenliste im Anhang ergänzen dieses Buch.

Bemerkung:

Dieses Buch orientiert sich sehr nah an dem Informationsbedarf der Patienten. Die einzelnen Themen sind jeweils ausführlich behandelt und übersichtlich gegliedert. Der Leser findet Antworten auf seine Fragen.

Ein beinahe fast normales Leben. Junge Menschen erzählen aus ihrem Alltag mit Epilepsie.

Rudolph, S. - kostenlose Anforderung unter info(at)junger-treffpunkt-epilepsie.de. In der Betreffzeile bitte Buchbestellung Epilepsie angeben.

Inhalt:

In diesem Buch kommen ganz unterschiedliche junge Menschen zu Wort, deren Alltag von ihrer Erkrankung mehr oder weniger bestimmt wird. Ehrlich und eindrücklich erzählen sie von ihren Erfahrungen mit den Anfällen, den Ärzten und ihrer Umwelt. Als Mutter eines epilepsiekranken Sohns habe ich - genau wie die Herausgeberin des Buches - sehr viel aus diesen Berichten und Gedichten gelernt. Allein die Überschriften sprechen schon Bände: "Mein verrücktes Leben", "Manchmal helfen schon nette Worte", "Jedes Mal wie ein Weltuntergang", "Angst", "Der Käfig", um nur einige zu nennen. Jeder Autor schildert seine ganz persönliche Wahrnehmung, sein Erfahrungen, seine Gefühle und so bietet das Buch einen beeindruckenden Einblick in die Welt - so wie epilepsiekranke junge Menschen sie erleben.

Bemerkung:

Dieses Buch kann nur allen ans Herz gelegt werden, die sich über Epilepsie informieren möchten. Denn das medizinische Wissen über Epilepsien ist zwar wichtig, aber bei weitem nicht ausreichend, um die Probleme von Menschen mit einer Epilepsie zu verstehen.

Epilepsie: Erscheinungsbild, Ursachen, Behandlung

Schneble, H. - Beck Verlag

Inhalt:

In 14 Kapitel behandelt der Autor neben den geschichtlichen Aspekten der Epilepsie ihre Erscheinungsformen, Ursachen und Auslösungsmechanismen. Medikamentöse oder chirurgische Therapiemöglichkeiten, wie auch die psychosozialen Auswirkungen auf Familie, Kindergarten, Schule und Beruf. Kurz und präzise sind diese Themen abgehandelt.

Bemerkung:

Ein Buch für Eltern, Erzieher, Therapeuten - für alle, die sich schnell über Epilepsie informieren möchten.

Epilepsie bei Kindern: Wie ihre Familie damit leben lernt. Was Epilepsie ist. Wie der Arzt untersucht und behandelt. So nutzen Sie die besten Chancen für Ihr Kind.

Schneble, H. - Trias Verlag

Inhalt:

Nachdem im ersten Kapitel die Historie der Epilepsie beschrieben ist, erklärt der Autor dem Leser, was Epilepsie ist. Im Besonderen geht er auf die Epilepsien im Kindesalter ein. Zu den verschiedenen Anfallsformen, deren Diagnostik und Therapie, nennt der Autor jeweils ein Fallbeispiel aus seiner kinderneurologischen Praxis. Diese Kinder begleiten den Leser durch das ganze Buch. Was geschieht in den Familien, welche Ängste durchleben die Eltern, wie kann man mit dieser Erkrankung leben? Was ist zu beachten in Kindergarten und Schule, bei Sport, Fernsehen und Computerbenutzung, was bei Diskobesuchen? Fragen zu Nebenwirkungen der Medikamente, Behindertenausweis, Pflegeversicherung sind weitere Themen dieses Buches.

Bemerkung:

Ein wichtiger Ratgeber für Eltern nach der Erstdiagnose und für alle, die mit dem epilepsiekranken Kind umgehen. Besonders lebendig gestaltet, und gut lesbar durch die zahlreichen Fallbeispiele aus dem Alltag eines Kinderneurologen.

Epilepsie-Bericht '98 (neuer Bericht bisher nicht erschienen)

Epilepsie-Kuratorium - Verlag Epilepsie 2000 (offiziell vergriffen, erhältlich beim LV Epilepsie Bayern e.V., Leharstr. 6, 90453 Nürnberg, www.epilepsiebayern.de)

Inhalt:

Der Epilepsie-Bericht '98 ist nach 1985 der zweite "Lagebericht" zu Forschung, Behandlung und Versorgung bei Epilepsien in Deutschland. Er gliedert sich in folgende Kapitel: Diagnostik und Therapie, Genetik, Lebensqualität, Versorgungstandards, Epilepsie-Netzwerke, Bildung und Aufklärung. Dieser Bericht beinhaltet eine Bestandsaufnahme, übt Kritik am Bestehenden und stellt Forderungen zur Verbesserung für die Zukunft.

Bemerkung:

Der Epilepsie-Bericht ist lesenswert und im Besonderen geeignet für Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit, Fragen an den behandelnden Arzt, für Zitate in Broschüren und Faltblätter. Durch die aufgezählten Fakten ist deutlich erkennbar, dass Deutschland im Bereich Epilepsie noch immer ein Entwicklungsland ist. Es bleibt zu hoffen, dass durch diesen Bericht die Probleme der Epilepsiekranken besser erkannt und verstanden werden und Prävention, Therapie und Rehabilitation nachhaltig verbessert werden.

Selbsterfahrungsliteratur und Biografien

Anfälle: Erfahrungen mit Epilepsie

Heiner, S.; Meyer-Brauns, M.; Habermann-Horstmeier, L.; Hrsg. - Mabuse Verlag

Inhalt:

In 96 kurzen Erzählungen schildern Betroffene, Angehörige und Freunde ihre Erfahrungen mit epileptischen Anfällen. Es geht dabei um den Anfall, mit dem alles anfing und der meist eine jahrelange Geschichte mit Epilepsie in Gang setzt. In Altersgruppen aufgeteilt, kommen Betroffene und indirekt Betroffene zu Wort.

Bemerkung:

Diese Erzählungen stellen eine wesentliche Ergänzung zur medizinischen Literatur dar. Im Mittelpunkt der Erzählungen von direkt und indirekt Betroffenen steht nicht der medizinische Verlauf, sondern die biographische Einordnung und somit die Krankheitsbewältigung und -verarbeitung. Interessierten und Menschen, die sich professionell mit dem Thema Epilepsie beschäftigen, ermöglichen diese Erzählungen ein besseres Verständnis des Krankheiterlebens der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Der Geist packt dich und du stürzt zu Boden.

Fadiman, A. - Berlin Verlag (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon)

Inhalt:

Das drei Monate alte Mädchen Lee wird als Notfall in ein Krankenhaus in Merced, Kalifornien, eingeliefert. Ihre Eltern sind Emigranten aus Laos und gehören dem Hmong-Volk an. Sie sind geprägt von der Tradition ihres Volkes und halten sich strikt an die Regel, die ihnen ihr Glaube vorgibt. Als Lee in die Welt des modernen Gesundheitswesen hineingerät und bei ihr eine Epilepsie diagnostiziert wird, entfaltet sich ihr Schicksal als ein tragischer Fall von kultureller Fehlkommunikation. Sowohl die Eltern als auch die Ärzte wollen nur das Beste für Lee, aber ihre Erklärungsmuster für die Ursachen der Krankheit und deren Behandlung hätten nicht unterschiedlicher sein können. Die Hmong begreifen ihre Krankheit als eine spirituelle Angelegenheit. Die Ärzte verschreiben antikonvulsive Medikamente, die Eltern versuchen es mit Tieropfer. Beide Seiten bemühen sich - Lee verliert.

Bemerkung:

Dieses Buch ist ein Dokument über das Verhältnis Arzt-Patient vor dem Hintergrund einer fremden Kultur. Geschildert wird hier der Zusammenprall zweier Kulturen, das Nichtverstehen, das Missverstehen und das Nichtverstehenwollen, weil das Fremde so sehr der eigenen Kultur und dem eigenen Verstehen widerspricht. Zudem ist diese Geschichte ein Plädoyer für eine interkulturelle Medizin, in der sich westliche Ärzte und Schamanen versöhnlich am Krankenbett zusammenfinden.

Jakob und seine Freunde

Fährmann, W. - Arena Verlag

Inhalt:

Im Garten von Marie und Andreas landet eines Tages eine Dohle. "Jakob", so nennen die Kinder den Vogel, und werden bald mit ihm vertraut. Jakobs Streiche sorgen in der nächsten Zeit für viel Wirbel und Aufregung. Marie lernt Simon kennen, einen Jungen aus Kasachstan. Er kennt schöne Geschichten über die Dohle seines Großvaters. Auf einem gemeinsamen Schulfest sollen Marie und Simon ein Lied von einer Dohle singen. Hierbei hat Simon einen epileptischen Anfall. Nur durch den persönlichen Einsatz der Lehrerin darf Simon an der Schule bleiben, sie informiert die anderen Schüler und ihre Eltern über Epilepsie. Simon, der bisher mit seiner Erkrankung noch nicht behandelt wurde, kommt zu einem Facharzt. Wenn die Leser mehr über Epilepsie wissen möchten, so ist das Interview mit Herrn Dr. Boenigk aus Bethel im Anhang sicherlich sehr hilfreich.

Bemerkung:

Willi Fährmann, Autor von vielen Jugendbüchern, hat eine gute, kindgerechte und flüssige Sprache. Dieses spannende Buch eignet sich zum Vorlesen und zum selber lesen im ersten Lesealter. Der Autor schildert die Charaktere der Kinder und Erwachsenen objektiv und realistisch. Dieses Buch ist ein Appell an die Toleranz Menschen gegenüber, die eine andere Herkunft haben, als man selbst und nicht zuletzt Menschen gegenüber, die an einer chronischen Krankheit leiden.

Kein bisschen cool

Brandes, S. - DTV-Verlag (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon)

Inhalt:

Hanna ist 14 Jahre alt und an Epilepsie erkrankt. Sie verreist in dieser Geschichte zum ersten Mal ohne ihre Eltern. Das Reiseziel ist Frankreich. Die Eltern haben große Bedenken, doch Hanna ist glücklich. In Frankreich begegnet sie René. Hanna verbringt mit ihm sehr schöne Ferien, in denen sie ihre Selbständigkeit unter Beweis stellen kann.

Bemerkung:

Dieses Jugendbuch ist spannend erzählt. Es ist eine Geschichte von dem großen Abenteuer erwachsen zu werden und zu sich selbst zu finden. Zudem ist es eine wunderschöne Geschichte der ersten Liebe.

Moritz mein Sohn

Doermer, L. - Goldmann Verlag (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon)

Inhalt:

Die Autorin erzählt die Geschichte ihres 1963 geborenen Sohnes Moritz. Moritz ist seit frühester Kindheit epilepsiekrank. Er leidet an einer ungewöhnlich schweren, wie auch seltenen Anfallsform. Die Epilepsie hat sich als therapieresistent erwiesen. Laura Doermer lässt in diesem Betroffenenbericht den Leser daran teilnehmen, wie sich mit einem so schwer erkrankten Kind eigene und familiäre Strukturen verändern.

Bemerkung:

Die Autorin erzählt ihre Geschichte und die ihres Sohnes sehr ausdrucksstark. Leise, verhalten und zugleich klar und selbstkritisch. Der Leser kann sich mit dem Schicksal von Mutter und Sohn identifizieren. Die gute Lesbarkeit und der literarisch anspruchsvolle Stil sowie die klare Sprache schaffen beim Leser Nähe zu Moritz und zu seinem Umfeld.

Lauter Stolpersteine. Über das Leben mit Epilepsie

Schuster, U. - Atempo Verlag

Inhalt:

Diesem Buch ist ein anderes der Autorin vorangegangen: "Michaels Fall" wird kurz zusammengefasst. "Stolpersteine" ist dann als Fortsetzung ab dem 2. Kapitel zu lesen. Im ersten Buch der Autorin beschreibt sie die Kindheit und Jugend ihres Sohnes Michael, der an einer schwer einstellbaren Epilepsie leidet, in den nachfolgenden "Stolpersteinen" die Jahre des Erwachsenwerdens, Schulabschluss und Berufsfindung. Michael wird anfallsfrei und findet in den ganz "normalen" Alltag.

Die Autorin ist seit vielen Jahren aktiv in der Selbsthilfe tätig, und ihrer eigenen Geschichte folgen im letzten Kapitel noch zahlreiche Fallbeispiele von anderen Betroffenen oder indirekt Betroffenen.

Bemerkung:

Dieses Buch ist eine hoffnungsfrohe Schilderung. Eine Geschichte, die betroffenen Jugendlichen und ihren Eltern Mut macht. Ein lesenswertes Buch für alle, die mit dem epilepsiekranken jungen Menschen und seiner Familie befasst sind - für Freunde, Lehrer und Therapeuten.

Kinder- und Jugendbücher

Bei Tim wird alles anders

Heinen G. - Verlag Epilepsie 2000 (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon oder als Hörbuch bei der Deutschen Epilepsievereinigung, Zillestraße 102, 10585 Berlin, www.epilepsie.sh)

Inhalt:

Tim zieht mit seinen Eltern von Heimelskirchen nach Berlin. Er erzählt seine eigene Geschichte - alles ist anders in seiner neuen Umgebung. Dann erkrankt er an Epilepsie. Nichts ist mehr wie vorher, Tim erzählt von traurigen, komischen, von schönen und lustigen Erlebnissen in einer neuen Umgebung, mit seinen neuen Freunden und mit seiner Erkrankung.

Bemerkung:

Tim erzählt seine Geschichte in einer frischen, lebhaften Sprache mit viel Sensibilität für Ängste, Wut, Trauer und Freude. Der Leser erfährt viel über die Konflikte in seiner Familie und die in der Schule. Er erzählt von seinen Besuchen beim Arzt. Er lernt seine Anfälle durch "Selbstkontrolle" zu beeinflussen. Tim findet mit seiner Familie seinen Weg. Ein Vorlese- und Lesebuch für Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren.

Das Eigentor oder die Geschichte von Peter Guck-in-die-Luft

Schneble, H. - DGTV Verlag (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon)

Inhalt:

Das Buch hat ein Sachbuch- und ein Kinderbuchgesicht. Es erzählt von drei Freunden, die sich in der Praxis ihres Kinderarztes kennen lernen und an unterschiedlichen Formen derselben Krankheit leiden. Zugleich bringt es - in Kursivschrift in die laufende Handlung eingeschoben - einen erklärenden Text über Epilepsie. Die Geschichte berichtet, wie diese drei Freunde - trotz Epilepsie - ein ganz normales Leben in der Familie, in der Schule und in ihrer Freizeit führen.

Bemerkung:

Dieses Buch gibt Kindern und Jugendlichen wie auch interessierten Erwachsenen die Möglichkeit, auf unterhaltsame Weise das Krankheitsbild Epilepsie kennen zu lernen. Sei es, dass sie selbst von dieser Krankheit betroffen sind, oder dass sie einen Menschen kennen, der anfallskrank ist.

Karin und Max: Geschichte von einem Jungen und seiner geistig behinderten epilepsiekranken Schwester

Habermann-Horstmeier, L. - Petaurus Verlag (leider vergriffen, nur gebrauchte Versionen z.B. bei Amazon)

Inhalt:

Karin ist ein zehnjähriges, geistig behindertes Mädchen. Ihr Bruder ist 7 Jahre alt. In 8 Geschichten wird von Max und Karin erzählt. Der Leser begleitet die Familie durch den ganz normalen Familienalltag, auf einer Reise nach England, in die Ferien mit Wohnmobil. Selbstverständliches, traurige und fröhliche Erlebnisse sind spannend erzählt. Im letzten Kapitel erfährt der Leser, wie es zu der Behinderung Karins kam und was Epilepsie für eine Krankheit ist.

Bemerkungen:

Die Autorin ist Mutter einer epilepsiekranken und geistig behinderten Tochter. Sie erzählt also in eigener Sache. Die sprachlich gut erzählten Geschichten unterhalten den Leser und sprechen ihn direkt an. Dieses Buch ist vor allem - aber nicht nur - für Kinder geschrieben. Es ist ein Familienbuch zum Vorlesen und selber lesen, aber auch zum Verweilen bei schönen Kinderillustrationen, die der Sohn der Autorin gemalt hat.

Carla

Schröder, S.; Reuther, E. - erhältlich beim Landesverband Epilepsie Bayern e.V., Leharstr. 6, 90453 Nürnberg, www.epilepsiebayern.de)

Inhalt:

Carla bekommt im Kindergarten einen epileptischen Anfall. Sie wird von ihrer Mutter abgeholt. Die Erzieherin erzählt den anderen Kindern, welche Erkrankung Carla hat, über die tägliche Tabletteneinnahme, EEG, Krankenhaus, Blutabnahme. Am nächsten Tag wird im Kindergarten ein großes Gartenfest gefeiert. Carla wird von ihren Freundinnen sehnsüchtig erwartet.

Bemerkung:

Dieses äußerlich schön gestaltete Bilderbuch mit ansprechenden Illustrationen ist ein Vorleseerlebnis für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Es sollte in jede Familie mit kleinen Kindern und natürlich in jeden Kindergarten gehören.

Epilepsie? - bleib cool!. Ein Epilepsiemanga für Jugendliche

Wollgarten, St. - Care-Line, Verlag

Inhalt:

Die Geschichte handelt von einem epilepsiekranken jungen Mann (Sam), der von seiner Mutter wegen der Epilepsie sehr eingeschränkt wird. Er darf nicht zum Sport oder abends ausgehen und in der Schule wird er verspottet. Im Wartezimmer seines Epiletologen lernt er Nina kennen, die auch eine Epilepsie hat und die ganz anders damit umgehen kann. Von ihr erfährt er, dass er sich wegen der Anfälle gar nicht so einschränken lassen muss. Der Manga erklärt in vier Zwischentexten ohne Fachchinesisch, was man über Epilepsie wissen muss, wie man mit ihr umgehen soll und was zu beachten ist. Auf den letzten drei Seiten gibt es ein kleines Epilepsie-Wörterbuch.

Bemerkung:

Der Comic ist auch für Jugendliche geeignet, die keine Anfälle haben, aber wissen möchten, was Epilepsie ist. Der Manga ist ein Aufklärungsbuch über Epilepsie mit Spaßfaktor und Liebesgeschichte, das für jeden leicht verständlich ist.