☰ Menü

8.7.5 Unterrichtsbeispiele

8.7.5.1 Deutsch: "Mein Freund Jakob" (3/4)

Arbeitsaufgaben zu

"Jakob und seine Freunde" - Das verdorbene Schulfest

Josef Eimer, Volksschule Luhe-Wildenau

Welches Theaterstück führte die 3. Klasse beim Schulfest auf?

Welche Vögel stellten die Kinder dar?

Warum durfte Jakob in diesem Stück auch mitspielen? Denke auch an sein Verhalten.

Den Eltern gefällt Simons Gesang. Begründe!

Bei welcher Strophe konnte Simon nicht mehr weitersingen?

Was passierte mit Simon?

Wie reagiert Jakob?

Wie reagieren Simons Klassenkameraden?

Weiß Frau Kück, dass Simon krank ist?

Was macht sie falsch?

Was verlangt der Rektor?

Welche Krankheit hat Simon?

Was erfahren wir über diese Krankheit?

Wie könnten sich die Mitschüler am Montag verhalten? Schreibe deine Vermutungen auf!

Jakob und seine Freunde

von Willi Fährmann, Arena-Verlag Würzburg 1994, S. 60 - 62

Was ist bloß mit Simon los?

Am Sonntag morgen schauten Marie und Andreas wieder und wieder aus dem Fenster auf die Straße. Die Krissels gingen jeden Sonntag zur Kirche und kamen meist gegen halb zehn an Goseweits Haus vorbei. Aber an diesem Sonntag waren sie nicht zu sehen. "Ob Simon immer noch krank ist?" fragte Marie. Darauf konnte ihr die Mutter keine Antwort geben.

Am Montag warteten die Goseweit-Kinder bis zum letzten Augenblick darauf, dass Simon erschien und mit ihnen zur Schule ging. "Ihr kommt noch zu spät", sagte Frau Goseweit. Da brachen sie schließlich auf. "Simon ist bestimmt krank", sagte Andreas.

Auf dem Schulhof waren in einer Ecke viele Kinder aus der 3. Klasse zusammen gelaufen. Neugierig näherten sich Andreas und Marie und drängten sich durch die Reihen. Alle standen schweigend da und starrten auf Simon. Der hatte sich in die Ecke gedrückt und hob seinen Blick nicht vom Boden. Im ersten Augenblick wollte Marie zu ihm gehen und ihn dort wegholen. Aber dann zauderte sie, schaute auf die anderen und zog sich langsam in die hinteren Reihen zurück. Erst als die Schulglocke schrillte, zerstreute sich allmählich die Kinderschar. Simon stand immer noch allein und verloren in seiner Ecke. Er war der letzte, der ins Gebäude ging.

In der Klasse lief er schnell an seinen Platz. Die Kinder flüsterten jetzt untereinander, aber niemand sprach mit Simon. Auf einmal schrie Melanie: "Der Russki, der Zuckelpitter, der hat beim Schulfest alles verdorben!" Es wurde lauter und Katrin rief: "Mein Papa hat gesagt, der gehört gar nicht in unsere Klasse, der muss weg."

Da kam Frau Kück herein. "Ich will nie mehr so einen Unfug hören", sagte sie scharf. "Lasst den Simon in Ruhe."


Arbeitsaufgaben

  1. Warum ging Familie Krissel am Sonntag nicht zur Kirche?
  2. Warum warteten die Goseweit-Kinder am Montag morgen vergeblich auf Simon?
  3. Welche Vorwürfe musste Simon sich von seinen Klassenkameraden anhören?
  4. Was sagte die Lehrerin dazu?
  5. Wie hättest du dich gegenüber Simon verhalten?
  6. Was sollte die Lehrerin deiner Meinung nach nun unbedingt tun?