(© erstellt vom Arbeitskreis Epilepsie Dillingen, Juni 2002)
| Name des anfallskranken Kindes / Jugendlichen | |
| Datum und Uhrzeit des Anfalls | |
| Ort des Anfalls | |
| Beobachter | |
| Information an |
Vor dem Anfall besteht in der Regel keine direkte Beobachtungsmöglichkeit durch die Lehrkraft. Da vielen Anfällen eine sogenannte Aura vorangeht, sollten die betroffenen Kinder in Gesprächen für ihre Eigenwahrnehmung sensibilisiert werden, um diese dann entsprechend verbalisieren zu können.
| Warnsignale: | Raum für eigene Beobachtungen: |
| Gefühl der Angst, Gefühl der Benommenheit | |
| angenehmes, seltsames, unbestimmtes Gefühl in der Magengegend | |
| Geräuschwahrnehmung | |
| Geschmackswahrnehmung | |
| Geruchswahrnehmung | |
| Kopfschmerzen | |
| Schmerzen | |
| Übelkeit | |
| Taubheit und/oder Kribbeln - z.B. in den Beinen | |
Bei Absencen und einigen anderen Anfallsarten fehlt eine Aura. Absencen-Epilepsien zeichnen sich durch einen plötzlichen Beginn und ein abruptes Ende aus. Die Aura dauert bei 85% der Kinder kaum länger als 10 Sekunden.
Während des Anfalls kommt es zu deutlich beobachtbaren Auffälligkeiten, z.B. Zuckungen und Verkrampfungen, aber auch zu weniger eindeutigen Erscheinungsbildern, die oft wegen der Kürze des Anfalls nur durch "genaues Hinschauen" erkennbar sind. Hierzu bedarf es einer geschärften Wahrnehmung. Manche Auffälligkeiten können häufig nur von den Betroffenen selbst verbalisiert werden.
| Eigenwahrnehmung: | Raum für eigene Beobachtungen: |
| Atemschwierigkeiten | |
| Herzrasen | |
| Kribbelgefühl | |
| Schwindel | |
| Gestörte Seh- und /oder Hörwahrnehmung, visuelle Trugbilder | |
| Urin- und Stuhldrang | |
| Kopfschmerzen und Migräne | |
| Rasende Gedanken | |
| Verzerrung der Raumwahrnehmung | |
| Verzerrung der Zeitwahrnehmung | |
| Verwirrung | |
| Beobachtbare Störungen | Raum für eigene Beobachtungen |
| Hinstürzen | |
| Zuckungen, beidseitig oder einseitig | |
| Sich versteifen | |
| Verkrampfungen | |
| Ausgeprägte Automatismen der Arme und Beine z.B. ausschlagende rhythmische Bewegungen der Hände | |
| Inkontinenz | |
| Übelkeit, Erbrechen | |
| längerer Bewusstseinsverlust | |
| Gedächtnisverlust | |
| Sprachverlust | |
| Artikulationsschwierigkeiten | |
| Zungen- oder Lippenbiss | |
| Kurze Bewusstseinspause | |
| Plötzliches Innehalten in einer Tätigkeit und starrer Blick | |
| Keine bzw. verzögerte Reaktion auf Anruf | |
| Plötzliches Erschrecken: Ursache ist ein jäher Ruck oder Stoß in den Schultern → in der Hand gehaltene Gegenstände werden fortgeschleudert | |
| Plötzlicher Tonusverlust → fallen, nicken mit dem Kopf | |
| Verzerrte Gesichtszüge | |
| Verdrehen der Augen | |
| Zittern der Augenlider | |
| Zuckungen der Augenbrauen | |
| Drehen des Kopfes | |
| Klappern, Zusammenpressen der Zähne | |
| Kaubewegungen | |
| Schmatzen der Lippen | |
| Gurgelnde, röchelnde Geräusche | |
| Speichelfluss | |
| Vermehrtes Schlucken | |
| Schwitzen | |
| Änderung der Gesichtsfarbe | |
| Nestelbewegungen | |
| Juchzen, unkontrolliertes, krampfartiges Lachen | |
| Vordergründig sinnlose, teilweise auch perseverierende Tätigkeiten | |
Manche Anfallsarten können mehrmals pro Tag auftreten.
Alle Anfallsarten können als "Status epilepticus" vorkommen. Dieser Status charakterisiert lange anhaltende oder sich häufig wiederholende Anfälle, so dass es zwischen den Anfällen nicht zur Erholung kommt. (Hier: unbedingt einen Arzt hinzuziehen!)
Nach dem Anfall kann es je nach Anfallsart zu einer unterschiedlich langen Phase der Reorientierung kommen. Bei Absencen z.B. gibt es keine Reorientierungsphase. Die Kinder nehmen hier ihre unterbrochene Tätigkeit wieder auf, als ob nichts geschehen wäre.
Folgende Anzeichen werden von Betroffenen nach dem Anfall selbst beschrieben und / oder können von Anwesenden beobachtet werden:
| Beschriebene bzw. beobachtete Anzeichen: | Raum für eigene Beobachtungen: |
| Angstzustand | |
| Depression und Traurigkeit, Frustration | |
| Schamgefühl | |
| Kopfschmerzen, Muskelschmerzen | |
| Schwächegefühl | |
| Verändertes Körpergefühl einer Körperseite | |
| Erschöpfung, Ermüdung, "Nachschlaf" | |
| Apathisches Verhalten | |
| Fehlendes Erinnerungsvermögen | |
| Überempfindlichkeit bei Berührungen | |
| Erhöhte Reizbarkeit | |
| Aggressives Verhalten, abwehrendes Verhalten, Autoaggressionen | |
| Verlangsamte Reaktionen | |
| Eingeschränkter sprachlicher Ausdruck | |
| Durst | |
| Übelkeit, Erbrechen | |
| Verwirrtheit, Dämmerzustand |
Ort, Datum: ..............................................................................................
Unterschrift des Beobachtenden: .............................................................................................