☰ Menü

4.3.5 Wie geben die Epilepsieberatungsstellen Hilfen?

Der Umgang mit Epilepsien erfordert ein sehr spezialisiertes Fachwissen. Oft können alle Beteiligten auch bei Einschaltung aller Beratungsdienste keine befriedigende Lösung finden, weil den Beratungslehrern und Schulpsychologen die notwendige Fachkenntnis fehlt, den Ärzten die notwendige Zeit.

In Bayern gibt es spezialisierte Epilepsieberatungsstellen, vereinzelt auch in anderen Bundesländern. Deren Aufgabe ist eine patientennahe, kompetente sozialpädagogische Beratung der anfallskranken Menschen und ihrer Familien im Einzugsbereich eines Regierungsbezirkes. Eine solche Beratung können die ärztlichen, psychologischen und therapeutischen Angebote der niedergelassenen Ärzte, der Ambulanzen und der klinischen Einrichtungen nicht leisten.

Die Epilepsieberatungsstelle ist zuständig für epilepsiekranke Menschen jeden Alters und Bildungsgrades. Auch mehrfach schwerstbehinderte Patienten können sie in Anspruch nehmen. Die Beratung kann anonym erfolgen, so dass Verwandte und andere Bezugspersonen von Betroffenen sich an die Beratungsstelle wenden können.

Die Epilepsieberatungsstelle kooperiert mit den niedergelassenen Ärzten, insbesondere mit Kinderärzten, Neurologen und den klinischen Einrichtungen des Einzugsbereichs, aber auch ganz Bayerns. Sie bezieht alle Berufsgruppen in ihre Zusammenarbeit ein, die epilepsiekranke Menschen und deren Familien betreuen. Insbesondere arbeitet sie mit Kindergärten, Frühförderstellen, Schulen und pädagogischen Beratungsdiensten, Ausbildungsstellen und Arbeitgebern, mit Ämtern und den sozialen Diensten zusammen.

Für die Schulen bedeutet das im Einzelnen: