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4.2.7 Welche Gefahren gehen von Gameboy, Computerspielen und vom Fernsehen aus?

Flackerndes Licht kann bei 5% aller Menschen mit Epilepsien Anfälle auslösen.

Solche schnell wechselnden Lichtreize sind alltäglich bei defekten Neonröhren, beim Fahren durch Alleen bei tiefstehender Sonne, bei spiegelnden Wasserflächen, bei Lichteffekten in Diskotheken.

Detaillierte Informationen finden sich unter www.swissepi.ch der Schweizerischen Epilepsiestiftung. Die entsprechenden Empfehlungen bei Fotosensibilität sind verkürzt zusammengefasst.

Fernsehen ist in der Regel für Menschen mit Epilepsien nicht gefährlich.

Bei Fotosensibilität ist es sinnvoll, den Raum nicht ganz zu verdunkeln und mindestens 2 bis 2,5 Meter Abstand zu halten.

100-Hertz-Geräte sind unbedenklicher als die mit 50 Bildwiederholungen pro Sekunde.

Computerspiele, Videospiele und Gameboy führten zu keinen kausalen Hinweisen einer Anfallsauslösung bei partiellen Epilepsien. Eine Rolle spielen ja auch Konzentration, Erregung und Ärger, enorme Spielzeiten mit Mangel an Schlaf.

Bei bekannter Fotosensibilität sollten Spiele mit möglicher Anfallsprovokation (schnell wechselndes Licht, schnell bewegte Muster) vermieden werden.

Spiele mit einer Dauer von mehr als 1 Stunde sollten unterbleiben,

das Spielen bei gleichzeitigen anderen anfallsbegünstigenden Umständen wie Schlafentzug, Fieber oder Hunger ebenfalls.