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4.2.6 Darf ein epilepsiekrankes Kind an Unterrichtsgängen und Klassenfahrten teilnehmen?

Leider werden viele Kinder mit Epilepsien aus Furcht vor Anfällen von Unterrichtsgängen, Klassenausflügen oder vom Besuch des Schullandheims ausgeschlossen. Hierzu besteht jedoch im Allgemeinen kein Grund.

Es ist davon auszugehen, dass im Schullandheim nicht mehr Anfälle auftreten als üblicherweise, vorausgesetzt, die Kinder oder Jugendlichen halten sich an die Regeln verantwortungsvollen und angemessenen Verhaltens. Der soziale Aspekt des Aufenthaltes im Schullandheim und die Integration in die Gleichaltrigengruppe (Peer Group) sind höher zu bewerten als ein geringfügig erhöhtes Anfallsrisiko.

Prinzipiell sollten Kinder und Jugendliche mit Epilepsien daher an Schulausflügen und Schullandheimmaßnahmen teilnehmen.

Bei jüngeren Kindern kann die Begleitung durch ein Elternteil sinnvoll sein. Solche Unternehmungen bedürfen einer guten Vorbereitung und einer detaillierten Absprache zwischen Betroffenen, Eltern und Lehrkräften.

Besonders bei jugendlichen Schülerinnen und Schülern sind mehrtägige Klassenfahrten fast zwangsläufig mit Schlafdefizit, mitunter auch mit Alkoholkonsum verbunden. Deshalb ist es wichtig, auch dem betroffenen Jugendlichen deutlich zu machen, notwendige Verhaltensregeln einzuhalten und sich gemeinsam mit den Mitschülern an Absprachen zu halten und Verantwortung zu übernehmen.

Wichtig sind:

Normalerweise empfiehlt es sich nicht, einen Arzt vor Ort aufzusuchen, es sei denn,