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4.1.7. Wie können Schulungsprogramme unterstützen

Epilepsie beeinflusst, wie andere chronische Erkrankungen auch, den Lebensalltag auf lange Sicht. Deshalb muss der professionelle Umgang damit weitaus mehr umfassen, als nur Diagnostik und die Verordnung von Therapien.

Die Erkrankung erfordert es, dass die Betroffenen selbst einen maßgeblichen Anteil an ihrer Behandlung nehmen. Nur wenn es gelingt, die Betroffenen über die verschiedenen Aspekte der Krankheit zu informieren und zur Mitarbeit zu motivieren, können die alltäglichen Beeinträchtigungen durch die Epilepsie auf Dauer verringert werden.

Um dieses zu erreichen, wurden verschiedene Schulungsprogramme entwickelt bzw. sind gerade in der Erprobung.

Schulungsprogramm Pepe:

Pepe ist das erste Epilepsie-Schulungsprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse behinderter Menschen zugeschnitten ist. Es stärkt die Kompetenz der Betroffenen, eigenverantwortlich mit ihrer Krankheit umzugehen. Die Zusammenarbeit mit den Betreuern und Behandlern der verschiedenen Berufsgruppen verbessert sich und methodisch-didaktisch berücksichtigt Pepe das eingeschränkte Aufnahmevermögen der Zielgruppe lern- und geistig behinderter epilepsiekranker Menschen.

Kontakt:
Bildung + Beratung Bethel
Nazarethweg 47
33617 Bielefeld
E-Mail: bildung-beratung (at) bethel.de
Internet: www.pepe-bethel.de

Schulungsprogramm "famoses"

Modulares Epilepsie-Schulungsprogramm für Familien

Dieses Programm richtet sich an Kinder im Alter von 6-12 Jahren und deren Eltern. Es können auch Eltern an dieser Schulung teilnehmen, deren Kinder nicht oder noch nicht den Voraussetzungen (ausreichende Deutsch-, Schreib- und Lesefähigkeiten) genügen. Die Schulungen vermitteln Eltern und Kindern in getrennten, aber parallel ablaufenden Kursen Wissen um die Krankheit Epilepsie, entlang der Fragen:

Es wird versucht auch Hilfestellung zu geben bei Themen, die sich im Umgang mit der Krankheit ergeben:

Die Kinder werden dabei auf eine imaginäre Seereise mitgenommen und besuchen Inseln, die sie erkunden dürfen .Dabei sammeln sie die Informationen über ihre Krankheit und den Umgang damit. Zum Abschluss erhält jeder der kleinen Schiffer ein Kapitänspatent.

Kontakt:
MOSES- Geschäftsstelle:
Frau Bettina Hahn
Rußheider Weg 3
33604 Bielefeld
E-Mail: Moses.Eurepa (at) t-online.de
Internet: www.famoses.de

Schulungsprogramm Flip & Flap

Ein Epilepsie-Schulungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Eltern

Das Programm Flip & Flap richtet sich an die Altersgruppen 7-10 und 11-15 Jahre. Auch hier werden Eltern und Kinder geschult, allerdings an verschiedenen Terminen, da die Eltern mit ihren Kindern in der Zeit zwischen Eltern- und Kinder-Kurs mit Arbeitsblättern und Aufklebern die Anfälle des Kindes beschreiben sollen. Diese Blätter bringen die Kinder dann zu ihrem Termin mit.

Themen für die Eltern sind:

Für die Kinder lassen sich die Themen folgendermassen auflisten:

Dazu werden den Kindern anhand der Identifikationsfiguren Flip & Flap, einer fiten und einer tütteligen Nervenzelle, das Geschehen bei einem Anfall erklärt und wie Medikamente wirken. In einem Comic-Heft erfahren die Kinder die Geschichte von Marco, der Epilepsie bekommt und genau wie sie selber untersucht wird und Medikamente nehmen muss. Zum Abschluss gestalten die Kinder ein Plakat zum Thema Epilepsie, das z.B. im Wartezimmer aufgehängt wird.

Kontakt:
Dipl.-Psych. Esther Müller-Godeffroy
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein- Campus Lübeck
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck
Tel: 0451-5003757
E-Mail: mueller-g (at) paedia.ukl.mu-luebeck.de
Internet: www.epilepsieschulung.de

Schulungsprogramm MOSES (Modulares Schulungsprogramm Epilepsie).

Dieses Programm ist für Jugendliche und Erwachsene und deren Familienangehörige geeignet.

Kontakt:
MOSES Geschäftsstelle
Frau Bettina Hahn
Rußheider Weg 3
33604 Bielefeld
E-Mail: moses.eurepa (at) t-online.de
Internet: www.moses-schulung.de