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3.8 Verabreichung von Medikamenten durch Lehrkräfte

Zum Thema "Verabreichung von Medikamenten durch Lehrkräfte" gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Aussagen. Es ist zu empfehlen, sich die einschlägigen Vorschriften der einzelnen Ministerien einzuholen.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat präzise Empfehlungen formuliert, die dazu beitragen können, Haftungsfälle zu vermeiden. Denn grundsätzlich gilt, dass eine Vergabe von Medikamenten in der Schule nicht vorgesehen ist. Eltern haben die Verpflichtung, sich um die gesundheitlichen Belange ihrer Kinder selbst zu kümmern.

Dies gilt jedoch nicht so für chronisch kranke Kinder.

Die wichtigsten Aussagen für epilepsiekranke Schüler, die in Einzelfällen eine Notfallmedikation bekommen müssen, sind im Folgenden zusammengefasst.

Ist die Einwilligung des Schülers nicht möglich durch eingeschränktes Bewusstsein bzw. sind die Eltern telefonisch nicht erreichbar, so entscheidet die Lehrkraft nach pflichtgemäßem Ermessen, um durch die Medikamentengabe akute Gefahren für den Schüler abzuwenden.

Zuständigkeit und Vertretung im Verhinderungsfall der Klassenlehrkraft sollte vorab geregelt sein (siehe 8.3.1. Persönlicher Fragebogen).

Empfehlungen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur Verabreichung von Medikamenten durch Lehrkräfte: