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3 Epilepsien - Krankheiten des Gehirns

3.1 Der Begriff "Epilepsie"

20 Milliarden Nervenzellen sorgen durch geregeltes Zusammenwirken dafür, dass wir uns bewegen können, dass wir denken und fühlen können, dass wir unsere Umwelt mit den Sinnesorganen wahrnehmen.

Ist das Zusammenwirken der Nervenzellen gestört, kann es zu epileptischen Anfällen kommen.

Ein Anfall ist jedoch noch keine Epilepsie.

Auch vorübergehende Funktionsstörungen wie Fieber, Hirnhautentzündung oder Alkoholentzug können zu so genannten "Gelegenheitsanfällen" führen. Erst bei mehr als drei epileptischen Anfällen ohne Auslöser spricht man von einer Epilepsie.

Epileptische Anfälle sind Zeichen von Funktionsstörungen im Gehirn. Sie treten plötzlich auf und können sich durch Phänomene im motorischen, sensiblen, sensorischen, vegetativen und psychischen Bereich in unterschiedlicher Kombination äußern. Je nachdem welcher Teil des Gehirns an der epileptischen Reaktion teilnimmt, können unterschiedliche Anfälle auftreten. Deshalb sollte man von Epilepsien sprechen, die in unterschiedliche Epilepsie-Syndrome eingeteilt werden. Dies ist wichtig für die Prognose, d.h. den vermutlichen spontanen Verlauf der Erkrankung, die Therapiemöglichkeiten und den Umgang mit der Epilepsie im Alltag.